BADEN SWING COMPANY

In Memoriam

 

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Johnny Feigl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johnny Feigl
* 23.05.1927      †  29.04.2010

 

Das ganze Leben der Musik gewidmet
Text basiert auf einem Artikel im Badischen Tagblatt vom 05.05.2010

Sein Hauptinstrument war die Klarinette, aber er spielte auch leidenschaftlich Alt- und Baritonsaxofon und konnte auch als routinierter Pianist überzeugen. Seine Musik war die moderne Tanzmusik, zeitweise auch Volkmusik, und natürlich der Jazz. Vor allem der Swing und der Big-Band-Jazz von Count Basie und Duke Ellington hatten es ihm angetan. Die Rede ist von Johnny Feigl, der kurz vor Vollendung seines 83. Geburtstages im April 2010 verstarb.

Als Herbert Antonin Jan Feigl im böhmischen Karlsbad geboren, widmete er sein ganzes Leben der Musik. Mit Rolf Schneebiegl und Ernst Mosch studierte er in Prag Musik: Klarinette, Klavier und Komposition. Zusammen mit den beiden verbrachte er seine frühe Jugend. Als Feigl 19 Jahre alt war, entdeckte ihn der bekannte Orchesterleiter und Dirigent Kurt Edelhagen und verpflichtete ihn für den Saxofonsatz des sehr bekannten SWF-Tanzorchesters. So kam Feigl schon 1947 nach Baden-Baden, wo er auch bald ein gefragter Musiker war. Danach wurde er Mitglied des legendären Orchesters von Rolf-Hans Müller.

Die "Schwarzwaldmusikanten" unter ihrem Dirigenten Rolf Schneebiegl waren ehedem eine landesweit bekannte Volksmusikgruppe - auch hier spielte Feigl von Anfang an mit. Über 25 Jahre gab er überdies seine Kenntnisse an der Musikhochschule Karlsruhe an junge Musiker/innen weiter und leitete die Big Band der Hochschule. Bis zuletzt gab er immer wieder Gastunterricht an der Hochschule.

Darüberhinaus spielte er immer wieder auch in kleineren Formationen aller möglichen Stilrichtungen und trat damit in ganz Süddeutschland auf. Zu seinen berühmten Weggefährten dieser Zeit gehörten etwa die Saxofonisten Bernd Fischer, Fritz Münzer und Franz von Klenck, die Trompeter Conny Jackel und Oscar Klein, der Posaunist Rudi Fuessers, die Sängerin Peggy Drake, der Organist Dieter Reith, der Drummer Charly Antolini und der Bassist Rudi Egner. Nach 1965 trat er mit seinen Bands sehr häufig im Rebland auf und komponierte zahlreiche Musiken, die zwar auf LP, jedoch leider nie mehr auf CD erschienen. Dennoch ist er auf zahlreichen teils neu aufgelegten CDs diverser Formationen zu hören.

2008 vertonte Feigl zum Steinbacher Jubiläum ein Gedicht von Klaus Huber, das dann von Walter Tuschla für Blaskapellen arrangiert wurde und seitdem als "Steinbach Lied" zum Repertoire der Stadtkapelle gehört. So wurde Johnny Feigl im Laufe der Zeit zu einem echten Rebländer, der ab 1962 in Varnhalt wohnte und drei Kinder hatte.

In der Swing Company war er ein gern gesehener Gast; immer dann, wenn die Band ein Konzert in der Nähe gab, war er zugegen und blies einige Titel mit. Leider spielte ihm seine Gesundheit zunehmend einen Streich, so dass er keinen kompletten Auftritt mehr mitmachen konnte. Für uns war er nicht nur ein leidenschaftlicher Vollblutmusiker, sondern auch ein echter Musikant und humorvoller Freund. Und Freddie Münster spielt übrigens sein legendäres Baritonsax Selmer Mk VI und eine seiner Klarinetten.

 

     

 

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